Na da pfeif ich doch drauf!
Wer aufgrund des Titels annimmt, dass ich beschlossen habe meinen Blog still zu legen, der irrt aber gewaltig! Keine Sorge mir macht das Bloggen nach wie vor Spass und deshalb möchte ich in diesem Beitrag wieder einmal ein neues Lokal vorstellen. Ein findiger Leser/in weiß vielleicht schon jetzt, dass es sich um ein Lokal in der Gemeinde Hinterbrühl dreht. Wie man da drauf kommen könnte? Das was wir hier als Bildchen sehen ist nämlich deren Wappen.
Gut, wir wissen nun den Ort und was die Grafik zu bedeuten hat. Doch den Namen des Lokals hab’ ich bis jetzt noch immer nicht erwähnt. Da ich Geocacher bin, könnte ich ja einen kleinen Mysterie-Cache draus machen.
Aber ich bin ein netter Zeitgenosse und so verrate ich nach dem vielen BlaBla, der ja im Grunde nix mit Kulinarik zu tun hat, den Namen! Doch halt, wenn ich es mir recht überlege, hätte ich gerne, dass ihr davor noch eine Kleinigkeit erledigt. Zumindest jene Personen die mich nicht über moderne Microblogs oder Newsfeeds besuchen.
Gut ich will ja nicht so sein. In diesem Artikel dreht es sich um das Bierlokal Pfiff in Hinterbrühl. Ein Lokal, dass sich jedem Donnerstag einem ganz speziellen Stück Fleisch vom Schwein verschrieben hat, dem Schnitzel. Egal ob das normale Schnitzel oder vom Kaiserteil, hier gibt es jede Menge Kreationen! Wer es gerne klassisch möchte, nimmt sich eines nach Wiener Art, wer es lieber südländisch bevorzugt, der kann sich gerne eines in Parmesankruste nehmen, … Doch bevor ich weiter vom Essen rede, sollten wir doch besser einmal das Lokal betreten, oder? *g* Parkplatze findet man in der näheren Umgebung relativ leicht. Wer gerne mit den Öffentlichen anreist, könnte unter Umständen ein Problem bekommen. Meines Wissens nach verkehrt in dieser Gemeinde lediglich ein Bus.
Nun denn einen Parkplatz haben wir gefunden, also betreten wir das Lokal.
Irgendwie merkt man sofort, dass man sich in einem typischen Bierlokal befindet. Wieso ich darauf komme? Es ist alles in einem modernen aber auch rustikalen Stil eingerichtet. Eine Art des Designs wie es gerne von Lokalen dieser Art verwendet wird.
Ein Nichtraucherbereich wäre mir auf den ersten Blick nicht aufgefallen, da das Lokal wie mir scheint die 50er Grenze nicht überschreitet. Ich kann mich aber auch irren! Zur Rauchbelästigung kann ich aber sagen, dass sie wirklich nur gering war und es mich in keiner Weise gestört hat. Da muss man schon ein extrem militanter Nichtraucher sein um es hier als Belästigung zu empfinden.
Das Personal ist freundlich und war auch sofort mit den Karten zur Stelle. Danach hat es teilweise etwas länger gedauert, aber es war noch in einem verträglichen Rahmen.
Die Auwahl an offenen Bieren vom Fass ist recht groß aber auch Autofahrer finden in der großen Anzahl an antialkoholischen Getränken eine wohltuende Erfrischung. Bei den Speisen bietet man diverse deftige Speisen, Brote und auch Salate an. Extra für den Schnitzeltag, Donnerstag, gibt es eine eigene Seite mit etlichen Kreationen rund um das begehrte Stück vom Schwein.
Nach einigen Hin und Her ist die Entscheidung auch gefallen und es durfte ein Schnitzel nach Wiener Art sein. Wenn das Pfiff wirklich so gute Schnitzel macht, musste ich das einfach probieren. Um unseren Appetit anzuregen gab es zunächst noch ein paar Rohscheiben mit scharfer Sauce und eine Fritattensuppe. Die Rohscheiben (in Spiralen geschnittene Erdäpfel) waren relativ schnell am Tisch. Sie hätten ruhig etwas mehr Salz vertragen können, doch das kann man auch selbst am Tisch nachholen.
In Summe gesehen waren sie aber recht gut! Knusprig und weich zugleich, meiner Meinung nach die ideale Mischung.
Kurze Zeit später wurde auch schon die Suppe serviert (natürlich existierte zu jenem Zeitpunkt kein einziges Flankerl Erdäpfel mehr an unserem Tisch). Diese war wohl temperiert und auch in Sachen Geschmack in Ordnung. Die Fritatten waren weich und nicht so ausgetrocknete harte Dinger. Nachdem die Tasse leer geflöffelt war, mussten wir noch ein wenig warten und dann kamen auch schon die Hauptspeisen. Die größe der Portionen war in Ordnung. Aufgrund der Panade gehe ich mal davon aus, dass man das Schnitzel schön brav in der Pfanne gebacken hat und nicht im Gastrofritter! Gut, dann verkosten wir den “Bröselteppich”.
Das Fleisch ist gut gewürzt und auch schön weich. Auch die Panade war knusprig und gewürzt. In Summe gesehen war es ein durchaus gutes Schnitzel nach Wiener Art.
Na gut, dann kommen wir mal zu den Punkten:
Speisen: 7 von 10
Service: 7 von 10
Preis/Leistung: 7 von 10
Ambiente: 8 von 10
Blauer Dunst: 9 von 10
Fazit: Ein nettes Bierlokal im südlichen Raum von Wien. Wer es gerne etwas deftiger mag und liebend gerne Schnitzel isst, dem sei diese Lokal empfohlen! Auch wenn es keinen ausgewiesenen Bereich für Nichtraucher gibt, hält sich die Belästigung durch den blauen Dunst sehr stark in Grenzen. Das Servicepersonal ist freundlich, könnte aber teilweise eine kleine Spur schneller reagieren. In Summe gesehen gibt es aber auch hier keine sonderlich großen Kritikpunkte, da man immer um das Wohl der Gäste bemüht und immer freundlich war. Ich könnte mir gut vorstellen wieder einmal “drauf zu pfeifen” und in’s Pfiff zu gehen.
Ein paar kleine Eindrücke habe ich auch eingefangen:

Zu finden wäre das Pfiff übrigens in etwa hier.
Ach, da hab ich doch glatt etwas vergessen. Der Name des Lokals hat übrigens nicht’s mit dem Pfeifen zu tun. Unter einem Pfiff versteht man ein kleines Bier mit einer Menge von 0,176L. Eine Legende erzählt, dass dies ursprünglich das bei der Ausschank verspritzte Bier in einem Glas aufgesammelt wurde und kostenlos an arme Leute weitergegeben wurde.

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