Das kulinarische Wort zum Sonntag
Lang, lang ist es her, dass ich ein paar kulinarische Gedanken in die Welt hinaus posaunt habe. Wie man vielleicht am Bildchen schon erkennen kann, möchte ich mich in diesem Beitrag mit der Slow Food Bewegung beschäftigen.
Unsere heutige Zeit wird immer schnelllebiger und dies wirkt sich bei vielen Personen auch auf deren Essverhalten auf. Es werden nur noch irgendwelche Fertigprodukte erworben oder man gönnt sich schnell ein paar leichte gebackene Teigscheiben mit Faschierten, ein bisserl Gemüse und Ketchup dazwischen (manche nennen das Zeug auch Hamburger *g*). Für viele Personen ist es etwas unvorstellbares, dass man ein Sugo für Pasta Bolognese auch selbst herstellen kann! Bei solchen Sachen frage ich mich doch immer wieder, ob das Essen wirklich nur mehr eine lästige Tätigkeit ist, die lediglich dazu dient dem Körper notwendige Nährstoffe zuzuführen oder ob es nicht doch ein Zeitpunkt am Tag ist, bei dem sich den diversen Aromen hingibt und einfach mal abschaltet um etwas wahrlich gutes zu genießen. Folgt mir doch auf eine kleine gedankliche Reise! Vielleicht werden wir gemeinsam schlauer (oder auch nicht *ggggg*)! Was zu tun ist, weiß sicherlich schon jeder und der Rest findet es auch noch selbst heraus.
Bzw. meine treuen Leser die via RSS und Twitter kommen, interessiert das sowieso nicht, denn die lesen einfach bequem selber weiter.
Wie schon am Anfang geschrieben, unsere heutige Zeit ist geprägt von Terminen, Terminen und nochmals Terminen. Da ist es egal ob in der Arbeit, beim Studium oder in der Freizeit. Dank moderner Smartphones, wie zum Beispiel iPhone, ist es total einfach geworden dies mit ein paar simplen “Fummelein” am Gerät zu verwalten. Doch während wir von Termin zu Termin hetzen, bleibt ein meiner Meinung nach wichtiger Punkt des Tages mehr oder weniger links liegen, das Essen! Um dies wahrlich zu zelebrieren bleibt uns leider nur noch wenig Zeit. Lieber mal schnell eine Tiefkühlpizza in den Backofen oder Mikrowelle und dann ganz schnell runter damit. Ob das wirklich so gesund ist und vor allem wo bleibt denn der Genuss? Gut, viele mögen hier vielleicht antworten, dass der Genuss beim Essen doch reine Nebensache ist.
Ist es das wirklich? Ich persönlich glaube, dass viele Menschen es einfach nur “verlernt” haben etwas zu genießen. Sei es ein gutes Essen, einen schönen Rotwein, ein kühles Blondes, … Unsere vom Kapitalismus geprägt Welt, hat uns in dieser Hinsicht durchaus umerzogen. Die Vermehrung des Kapitals hat bei sehr vielen Menschen einen höheren Stellenwert erlangt, als die wahren Genüsse des Lebens (und damit meine ich nicht nur die wunderbare Welt der Kulinarik) zu genießen. Doch gibt es seit geraumer Zeit eine Bewegung, die genau versucht entgegen zu wirken! Diese nennt sich kurz und prägnant: Slow Food.
Die Mitglieder dieser Organisation setzen auf natürliche Zutaten (sprich keine Fertigprodukte, Geschmacksverstärker, Transfette, …), bewusstes/genussvolles Essen und regionale Küche. Grundidee war es der gigantisch schnell voran schreitenden Globalisierung diverser Fastfoodketten entgegen zu wirken. Die Orginsation wurde 1986 in Italien von einem gewissen Carlo Petrini gegründet. Für ihn ausschlaggebend war die Eröffnung einer Filiale der Fastfoodkette mit dem großen gelben M bei der Spanischen Treppe in Rom. Als Protest kochten italienische Köche nur noch regionale Kost. Dies kam bei den Leuten immer besser an und mittlerweile zählt die Organisation 85.000 Mitglieder in über 130 Ländern auf der ganzen Welt!
Wie man solch ein Lokal erkennt? Ganz einfach, an der Tür findet man neben dem Sticker von renommierten Gourmetführern auch noch ein Bildchen mit einer gelben Schnecke. Diese ist das Symbol der Slow Food Organistaion und der Wirt/Inhaber verbürgt sich, dass er die strengen Richtlinien pflegt und hegt.
Wer sich gerne genauer zu dieser Thematik informieren möchte, möge einfach hier klicken.
Ein weiterer Aspekt, der gegen Fastfood und Fertigprodukte spricht ist die Gesundheit. In Sachen Geschmack sind die Produkte durchaus in Ordnung. Natürlich sind sie kein wahrer Hochgenuss, doch so wirklich schlecht sind die “Dinger” nun auch nicht. Viele erreichen den Geschmack leider durch den wunderbaren Stoff Glutamat. Was das ist? Ein sehr gern verwendeter Geschmacksverstärker! Bevor ich hier jedoch lange beschriebe wie er sich auswirkt, verlinke ich doch besser auf die Wikipedia. Weiters sind diese Produkte auch gerne mit zu viel Salz angereichert, was sie auch nicht gerade sonderlich auf unsere Gesundheit auswirkt. Oft, kann es dann auch noch dazu kommen, dass künstliche Süßstoffe oder sonstige chemische Zusätze den Weg in’s Essen gefunden haben und da frage ich mich doch, ob das alles so besonders förderlich und vor allem nahrhaft ist? Mittlerweile haben viele Hersteller von Tiefkühlkost erkannt, dass Konservierungsmittel und Co für unseren Körper durchaus schädlich sind und greifen so auf natürliche Methoden zurück. Doch ob die Produkte nach solchen Behandlungen noch die Anzahl an wichtigen Nährstoffen enthalten wie wenn man es frisch zubereitet hätte?
Eigentlich könnte ich jetzt noch Stunden über die Thematik schreiben, doch belasse ich es für den heutigen Tag.
Ich hoffe ich habe ein paar wichtige Punkte angeschnitten und so ein bisserl zum Nachdenken animiert. Vielleicht sind meine Ansichten unser System und der bei Vielen fehlende Sinn zum Genuss nicht richtig. Doch vielleicht steckt in Ihnen doch ein gewisser Funken Wahrheit? Am besten ihr macht euch selbst Gedanken.
Natürlich seid ihr herzlich dazu eingeladen diese hier in Form eines Kommentars mit allen anderen Lesern zu teilen.
Mein persönliches Fazit von diesem kleinen Gedankengang wäre, dass ich nach wie vor bei meinem Hobby dem Kochen bleibe und versuche mit frischen Zutaten wahrhaft “g’schmackige” Gericht zuzubereiten.
Ab und zu könnt ihr euch ja hier im Blog davon überzeugen. Übrigens, demnächst gibt’s ein gschmackiges und typisches Gericht der Wiener Beislküche! In diesem Sinne wünsche ich einen guten und genussvollen Appetit!

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