Der Tweezer holt die Angel aus und …

schon beißt ein frisch gezapftes Helles vom Bierlokal Fischer Bräu an! Nur noch schnell an Land gezogen und der erste Schluck kann auch genommen werden. Doch bevor es überhaupt so weit kommen kann, sollten wir zunächst zum Lokal gehen und es betreten. Denn von der Ferne wird es schwer im Großstadt-Dschungel von Wien ein erfrischendes Bier “vom Fischer” zu fangen.
Vor geraumer Zeit gab es hier im Kulinarium bereits einen Eintrag zum Fischer Bräu und danach folgen auch noch jede Menge Besuch, doch leider kein einziger Beitrag. Nun war die Zeit mehr als überreif
und darum wird dieser Eintrag im Blog veröffentlicht. Ob sich seit dem letzten Beitrag etwas getan hat? Tja, finden wir es gemeinsam heraus und betreten einfach das Lokal. Wobei bei dem Wetter suchen wir uns besser ein schönes Plätzchen im Gastgarten. Auf los geht’s los!
Beim Durschlendern des Biergartens bekommt man richtig Durst! Überall sieht man volle, halb-voll oder leere Krügerl und “hopft das Herz” eines jeden Bierfreundes gleich umso schneller.
Ah sehr schön, da unter dem Schirm ist noch ein Platzerl frei. Den großen Schirm hätte man ruhig abspannen können, da sich die Sonne hinter ein paar Wolken versteckt hatte. Doch trotzdem hatte es noch kuschelige 30°C
Der Schirm hat die Situation leider nicht begünstigt, sondern eher dafür gesorgt, dass die Wärme “schön gstanden” ist. Aber egal, die Plätze sind im Fischer rar und so nimmt man was zu bekommen ist.
Kurz nachdem wir Platz genommen hatten war die Kellnerin mit den Karten bei Tisch und wollte sogleich wissen was wir gerne trinken würden. So schnell konnten wir natürlich nicht die Karte studieren und so haben wir den Besuch mit dem Klassiker des Hauses, einem Fischer Helles, eingeläutet. Erst danach konnten wir schauen was das Bierlokal noch alles zu bieten hat. Neu dazu gesellt (zumindest aus der Sicht des Blogeintrags, den eigentlich gibt es jenes Bier schon länger) hat sich das Fischer Weiße. Wie der Name einem vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein klassisches Weizenbier. Ansonsten gibt es keine wesentlichen Änderungen. Im Laufe der Zeit sind die Preise auch im Fischer leider gestiegen. So muss man für ein großes Helles nun € 3,30 bezahlen, was aber ein noch immer vertretbarer Preis ist.
Die Tradition der Spezialbiere wurde gewahrt und so kann man zur Zeit ein Sommerbier konsumieren. Doch wird dies nicht in den in Österreich üblichen Gebinden ausgeschenkt (0,5 Liter), sondern in den von der EU definierten Größen (0,4 Liter).
Auch die Speisen sind im Großen und Ganzen gleich geblieben. Der Klassiker der Schwarzbrote, das Gratinierte mit dem Bieraufstricht, wird natürlich nach wie vor angeboten. Dafür wurden einige Brote gestrichten, doch im Gegenzug auch gleich ein paar Neue eingeführt. Auch bei den restlichen Speisen gibt es einige Neuzugänge bei der Speisekarte. Was früher mal als Fußball-EM-Special geführt wurde, findet man nun dauerhaft auf der Speisekarte. Sehr erfreulich wie ich finde!
Nachdem wir den ersten (und unter Biertrinkern sagt man, es sei der Beste) Schluck getan hatten, stand die Kellnerin wieder beim Tisch und wir haben unsere Essenswünsche deponiert.
Einige Augenblicke später war sie mit den ersten Gerichten bei uns am Tisch. Gleich danach war sie wieder weg und hat sofort die noch fehlende Speise gebracht. Diese waren einfach aber dennoch ansprechend angerichtet. Die bestellten Brote waren sehr groß und auch der Salat erscheint als “ziemlich”
ausreichend. *g* Die Panade der gebackenen Hühnerstreifen war frisch und nicht durch die Marinade aufgeweicht. Das Dressing vom Salat war gut und ausreichend vorhanden (sprich kein “trockener” Salat). Für mich als Fan von Kartoffelsalat hätten es ruhig ein paar Scheiber mehr von dieser Zutat sein können. Doch im Grunde war die Mischung der beiden Salatvarianten ideal.
Die Brote waren alle wohl gratiniert und auch in Sachen Geschmack frisch und ausgewogen.
Der “Waldviertler Toast” hatte eine gute Zusammenstellung und eine angenehme Würze. Das wunderbar “Rauchige” vom Schinken hat irgendwie sehr gut mit dem Rest harmoniert. Auch das Bieraufstrichbrot wird in der gewohnten Qualität serviert. Achtung! Alle die es nicht gerne scharf mögen, sei von diesem Brot eher abgeraten. Der Aufstrich hat eine dezente Schärfe, die aber wirklich nicht über die Note dezent hinaus geht.
Kurz vor Schluss noch ein paar Worte zum Personal.
Die Bedienung im Fischer ist freundlich und auch relativ flott. Aufgrund der vielen Gäste kann es schon mal vorkommen, dass die KellnerInnen in Stress geraten und vielleicht nicht in Windeseile zum Tisch kommen, doch sind sie immer höflich und zuvorkommend.
Na gut, werden wir gemein und vergeben die Punkterl:
Speisen: 8 von 10
Service: 7 von 10
Preis/Leistung: 7 von 10
Ambiente: 8 von 10
‘Blauer Dunst: ohne Bewertung
Fazit: Sehr erfreulich, dass die Qualität im Fischer seit unserem letzten Beitrag nicht wirklich verschlechtert hat.
Einzig die Preise sind etwas gestiegen (das wäre mir ehrlich gesagt in den letzten Jahren nicht aufgefallen und ist mir erst durch diesen Beitrag bewusst geworden), doch über die Jahre gesehen ist es meiner Meinung nach nicht weiter schlimm. So kann ich nach wie vor für dieses Lokal eine Empfehlung aussprechen.
In diesem Sinne Prost und Mahlzeit!
Ein paar Bilder hab ich auch gemacht:

Und zu finden wär es hier.


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