Ein Konditor wandelt auf neuen Pfaden

Vor kurzem waren wir auf einer kleinen Besichtigungs- und Geocachingtour in Klosterneuburg und Umgebung unterwegs. Irgendwann zur späteren Mittagszeit haben sich unseren Mägen quasi zu Wort gemeldet – sprich wir hatten Hunger. So haben wir kurzer Hand die Suche nach Tupperdosen in eine Suche nach einem passendem Lokal umgeändert. Was sich ehrlich gesagt als gar nicht so leicht entpuppt hat! Klosterneuburg ist sicherlich kein “kleines Dorf”, sondern ein schön ansehnliches Städtchen mit ~ 25.000 Einwohnern, doch Lokale gibt es unserer Meinung nach eher weniger. Aber nach einiger Zeit des Suchens haben wir etwas ausfindig gemacht und zwar die Konditorei Kranister. Ob wir nun etwas Warmes bekommen haben oder uns diesen Mittag mit Kaffee und Kuchen begnügen mussten verrate ich gerne im Beitrag.

Das Lokal wirkt von Außen eher unscheinbar. Neben dem Firmenschild werden auch noch die aktuellen Tagesgerichte beworben. Anfangs waren wir etwas vewundert darüber, dass ein Konditor auch Hauptspeisen anbietet, aber warum eigentlich nicht? Beim Betreten wurden wir anfangs irgendwie nicht registriert. Es war nur eine Kellnerin anwesend und diese war anscheinend mit etwas beschäftigt.  Nach einiger Zeit kam sie zu unserem Tisch und war sehr freundlich. Sie hat sogleich unsere Getränke aufgenommen und auch relativ flott gebracht. Wir hatten 2x ein Himbeersoda, doch Eines war eher weniger prickelnd. Ich würde sagen schon mehr ein Himbeersirup mit Leitungswasser.

Da es sich um eine Konditorei handelt, ist die Auswahl an Hauptspeisen natürlich eher klein. Preislich gesehen findet man das Lokal im guten Mittelfeld. Ein großes Bier kostet an die 2,80 Euro – ein im Vergleich zu Wien günstiger Preis.
Die Speisen waren nach einiger Wartezeit am Tisch. Leider hat man es nicht so recht geschafft die Speisen zeitgleich zu servieren. Zu unserer Überraschung mussten wir festellen, dass das Cordon Bleu nicht im Fritter sondern klassisch in der Pfanne zubereitet wurde! Das sieht man leider nicht mehr all zu oft! Die Gerichte waren etwas dekoriert und wirklich frisch. Die Panade war nicht matschig sondern knusprig wie es sich gehört. Die Fülle war wohl verteilt und man hat sogar 2 Putenfilets verwendet (meist wird nur ein Einziges verwendet und dieses wird vom Koch umgeklappt). Auch vom Geschmack her waren sowohl die Cordons als auch der Salat gut getroffen.

Auch wenn das Essen relativ gut war, hat das Ambiente irgendwie kein heimeliges Gefühl hervor gerufen. Es hat einen nicht all zu gepflegten Eindruck hinterlassen. Ich will damit nicht sagen, dass hier nicht geputzt wird, aber irgendwie hatten wir so ein spezielles Gefühl.

Naja ich komme besser mal zu den Punkten :)
Speisen: 5 von 10
Service: 6 von 10
Preis/Leistung: 5 von 10
Ambiente: 4 von 10

Fazit: Wenn es ein bisschen heller wäre und man eventuell mehr Kellnerinnen im Lokal engagieren würde, wäre der Gesamteindruck sicherlich besser. Das Essen an sich war in Ordnung, doch der Rest hat alles irgendwie ein bisschen runtergedrückt. Sollte jemand andere Lokale in Klosterneuburg kennen, dann postet es bitte in den Comments! Das kann doch dort nicht alles gewesen sein :)

Bilder hab ich natürlich auch gemacht:

Zu finden wäre das Lokal hier. Genaue Adresse ist mir leider nicht mehr bekannt :)

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