Es kann nur Eines geben …
… das The Highlander! Zugegeben in Wien gibt es mindestens zwei Lokale die auf den Namen Highlander hören. Doch irgendwie war der Header einfach so harmonierend mit dem Lokalnamen, dass ich ihn einfach verwenden musste. Gut, nur welches Highlander mein ich nun? Ich verrat’ es euch, das Lokal im 9ten Bezirk von Wien … HALT, witzigerweise findet man beide Lokale in diesem Bezirk.
Um dem Hin und Her ein Ende zu bereiten, wir haben das The Highlander am Sobieskiplatz besucht.
Es handelt sich dabei um ein klassisches Baulokal, dass sich doch in gewisser Weise von anderen seiner Art unterscheidet. Mehr dazu verrate ich aber erst etwas später.
Das Lokal ist verkehrstechnisch gut gelegen. Man kann es öffentlich mit den Linien 37, 38 (relativ kurzer Fußweg) oder 5, 40A, U6 (etwas weiterer Fußweg) erreichen. Natürlich kann man das Highlander auch mit dem Auto erreichen, doch da sollte man bedenken, dass diesem Bezirk die Kurzparkzone gilt. Eigene Parkplätze gibt es zwar nicht, doch sollte man mit ein bisserl Suchen relativ leicht einen finden.
Nach ein paar Schritten bei frostigen Temperaturen haben wir das Lokal erreicht. Von außen wirkt es eher schlicht und fällt eigentlich nur durch die Beleuchtung und die großen grünen Tafeln auf. Im Sommer bietet der Platz vor dem Lokal genügend Raum für einen Schanigarten. Dadurch, dass das Lokal an keiner Durchzugsstraße liegt, ist der Geräuschpegel ziemlich gering. Nun gut, doch jetzt haben wir Winter und ehrlich gesagt würden wir langsam gerne in das Lokal gehen, denn dort dürfte es etwas wärmer sein.
Wie es drinnen aussieht und was denn dieses Bräu von den anderen unterscheidet, verrate ich wie immer sehr sehr gerne. Was jetzt kommt, können sich meine Stammleser sicherlich schon ausmalen, oder?
Der Rest darf es gerne selber rausfinden.
Und all jene die den Beitrag über diverse Linklisten bzw Twitter angesteuert haben, stellen sich jetzt einfach einen Link vor der es ermöglicht den Rest des Beitrags zu lesen.
Ok, jetzt geht es nicht mehr kryptisch weiter, jetzt werden Fakten präsentiert.
Gleich nach dem Betreten des Lokals fällt einem Auf, dass es relativ stimmig eingerichtet ist. Erinnert zwar an den Stil der meisten Bräus in Wien, doch irgendwie auch an ein klassisches Pub. Leider konnte ich beim Betreten keinen eigens ausgewiesenen Nichtraucherbereich ausmachen und von daher haben wir uns ein Platzerl im Bereich des blauen Dunstes gesucht. Es waren jedoch nur wenige Raucher anwesend und so war die Luft relativ gut.
Kurze Zeit nachdem wir Platz genommen hatten war auch schon eine der Kellnerinnen mit den Speisekarten bei uns am Tisch. Nach einer kurzen Durchsicht konnten wir auch gleich unsere Getränkewünsche nennen. Natürlich musste es zunächst ein Stout sein, dass man hier im kleinen Glas (0,2 Liter) oder im Pint (0,568 Liter) bestellen kann. Der Preis diese Getränks ist im Vergleich zu den anderen Bieren etwas hoch ausgefallen. Ein großes Stout kostet Euro 4,40 und ein Lager, Märzen, … gibt es bereits ab Euro 3,20. Während wir auf unser Bier gewartet haben, konnten wir die Zeit nutzen um die Speisekarte genauer unter die Lupe zu nehmen. Und genau hier findet man einige Unterschiede zu den meisten Braulokalen in Wien. Zum Beispiel bei den gratinierten Broten findet man hier Kreationen wie Schwarzbrot mit dünnen Apfel oder Birnenscheiben und Camembert überbacken. Auch bei den Hauptspeisen bietet man hier teilweise etwas spezieller Speisen wie zum Beispiel ein Geflügelrisotto mit Gemüse oder Spinatnockerl mit Tofu und Knoblauchsauce. Aber keine Sorge man finde auf der Speisekarte auch klassische deftige Gerichte wie Holzhackernockerl (die man wahlweise mit Speck oder vegetarisch bestellen kann!), Schnitzerl, … Bei vielen Gerichten wir übrigens noch extra hervorgehoben, dass es sich bei den verwendeten Zutaten um Produkte mit dem Label Bio handelt. Preislich gesehen findet man die Speisen in einem noch vertretbaren aber leicht gehobenen Mittelfeld.
Einige Augenblicke später war auch die Kellnerin mit dem von uns bestellten Stout am Tisch und hat sogleich unsere weitere Bestellung entgegen genommen. Das Bier hat einen relativ guten Eindruck gemacht. Die Farbe war schön dunkel und der Schaum recht dicht. Ein sehr guter Freund hat mir jedoch erklärt, dass sie es vermutlich zu schnell eingeschenkt haben. Denn wenn man es richtig macht, kann man aus ca. 1 Meter höhe einen Zahnstocher fallen lassen, welcher anschließend im Schaum stecken würde. Dies würde bei diesem Stout vermutlich nicht funktioniern. Aber gut, schauen wir lieber wie dieses Bierchen schmeckt.
Im Antrunk ein sehr angenehmer und milder Geschmack. Danach kommt ein Aroma durch, dass leicht an Kaffee erinnert. Im Abgang gibt es erstaunlicherweise keinen markanten Nebengeschmack.
In Summe ein recht leckeres Stout.
Ein paar Schlucke später war auch die Kellnerin mit unseren Speisen am Tisch. Diese waren optisch recht ansprechend angerichtet und haben auch einen frisch zubereiteten Eindruck hinterlassen. Na da wollen wir doch gleich einmal verkosten! Die bestellten Holzhackernockerl waren recht gut gewürzt und es wurde reichlich Speck verwendet. Der Käse war noch schön flüssig und an nur wenigen Stellen ein bisserl dunkel. In Sumem gesehen ein gutes Gericht. Auch das Camembertbrot war geschmacklich in Ordnung. Die Mischung aus Obst und Käse war ziemlich gut und “erfrischend” anders.
Nun gut, kommen wir zu den Punkten:
Speisen: 7 von 10
Service: 7 von 10
Preis/Leistung: 7 von 10
Ambiente: 7 von 10
Blauer Dunst: 5 von 10
Fazit: Eigentlich ein recht gutes Bräu, dass preislich zwar nicht zu den Billigeren zählt, doch dafür speziellere Gerichte anbietet. Schade ist, dass das Lokal leider schnell verraucht ist. Von daher habe ich beim Blauen Dunst auch nur wenig Punkte vergeben. In Summe gesehen jedoch ein Lokal, dass man weiter empfehlen kann. Somit bleibt mir nicht’s anderes mehr übrig als einen guten Appetit zu wünschen!
Ein paar Bilder gibt’s natürlich auch:

Zu finden wäre das Lokal übrigens hier.



Eine sehr schöne Empfehlung. Ich komme selber aus einer Bierstadt (Leoben) und gehe sehr gerne in bräulokale. Werde das nächste Mal in Wien dort einkehren und ein paar Biere verkosten.